St. Veit: Ordination als Studienzentrum

Viktor WetteViel versprechende Forschung
findet nicht nur in Spitälern statt:

Medizinische Forschung findet nicht nur in großen Spitälern statt. Bestes Beispiel ist der engagierte Kärntner Chirurg Dr. Viktor Wette, der neben seiner Tätigkeit am Krankenhaus Friesach eine Ordination in einem Ärztezentrum in  St. Veit führt, die er zu einem Zentrum der großen österreichischen Studiengruppe ABCSG (Austrian Breast & Colorectal Cancer Study Group) ausgebaut hat. Am 15. September lädt der Arzt zu einem Tag der offenen Tür.  

St. Veit, 14. September 2006

Dr. Wette: „Ich arbeite schon sehr lange bei der ABCSG mit, das ist eine gute Chance,  klinische Studien auch abseits der großen medizinischen Zentren durchführen zu können und damit immer am letzten Wissensstand zu bleiben. Ich sage allen Patientinnen, dass ihnen die Teilnahme an Studien definitiv Vorteile bringt, nämlich eine Behandlung nach modernsten Erkenntnissen und mit modernsten Mitteln.“

Diese Überzeugungsarbeit hat sichtbaren Erfolg. Von 70 bis 90 neu erkrankten Mammakarzinom-Patientinnen, die Prim. Wette pro Jahr in seiner Ordination behandelt, nehmen nahezu 80 Prozent der in Frage kommenden Patientinnen an Studien teil. Der Arzt: „Seit die Öffentlichkeit in einer intensiven Aufklärungskampagne über die S.A.L.S.A.-Studie der ABCSG informiert wurde, ist das Interesse an Studien zu Brustkrebs gewachsen. Das ist nicht überraschend. Bei dieser Studie geht es immerhin um die Frage, wie lange die Nachbehandlung bei Frauen mit Brustkrebs dauern soll, denen der Tumor operativ entfernt wurde. Vieles deutet darauf hin, dass die bisher üblichen fünf Jahre zu kurz sein könnten – und das ist natürlich für alle betroffenen Frauen von höchster Wichtigkeit.“

Prim. Wette beteiligt sich auch an der neuen Studie 23 der ABCSG, bei der die Wirkung der beiden Substanzen Anastrozol und Letrozol miteinander verglichen wird. Dabei handelt es sich um so genannte Aromatasehemmer, welche den Östrogenspiegel im Körper der Frauen reduzieren. Das ist für die Brustkrebsbehandlung von Bedeutung, weil dieses weibliche Geschlechtshormon unter bestimmten Umständen das Wachstum von Tumoren fördert.

zur Website der ABCSG



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