OA Dr. Karl Mrak, MSc – Spezialgebiete

Karl Mrak

Inkontinenz

Ein Tabuthema

Die Stuhlinkontinenz ist ein häufiges Tabuthema für viele Patienten. Oft bedarfs es enormer Überwindung ärztliche Hilfe aufzusuchen. Die Gründe dafür sind neben persönlicher Scheu, über seine Erkrankung zu sprechen, oftmals der Aberglaube, daß es ohnehin keine Hilfe gäbe oder gar die Angst, daß ein künstlicher Darmausgang die letzte Hilfe bedeutet.

Beschwerden

In den meisten Fällen besteht ein sehr hoher Leidensdruck und vielfach ist die Lebensqualität enorm eingeschränkt. Oftmals arrangieren sich Inkontinenzpatienten mir ihrer Erkrankung und passen ihr tägliches Leben an die Erkrankung an. Erst wenn der Leidensdruck sehr hoch wird und die Lebensqualität durch die Erkrankung in hohem Masse eingeschränkt wird, suchen Patienten ärztliche Hilfe auf.

Abklärung

Die Inkontinenzabklärung umfasst neben einer proktologischen Untersuchung die Funktionstestung des Schliessmuskels. Mögliche zugrundeliegende Ursachen der Inkontinenz können dadurch diagnostiziert werden.

Therapie

Unabdingbare Voraussetzung für eine erfolgsversprechende Therapie stellt eine eingehende Abklärung möglicher Ursachen dar. Neben der Behandlung möglcher zugrundeliegender Ursachen, erfolgt die Therapie der Inkontinenz zunächst konservativ. Es stehen zahlreiche konservative Therapiemöglichkeiten zu Verfügung, die angepasst an die Erkrankungssituation eingesetzt werden. In den meisten Fällen kann dadurch eine Heilung erreicht werden. Die Anlage eines künstlichen Darmausganges ist nur in sehr seltenen Fällen, nach Versagen sämtlicher Therapien, notwendig.

Hämorrhoiden

Hauptsymptome proktologischer Erkrankungen sind Jucken, Nässen, Schmerzen, Blutungen. Die proktologischen Grunderkrankungen umfassen Erkrankungen:

  • des Mastdarms
  • des Beckenbodens
  • des Analkanals und dessen Umgebung.

Meist kann durch eine spezifische Diagnostik durch den Facharzt rasch eine Diagnose gefunden und eine entsprechende Therapie durchgeführt werden.

Die wichtigsten Methoden der Vorsorgeuntersuchung sind:

  • Inspektion
  • digitale Untersuchung
  • Proktoskopie
  • Rektoskopie

Schilddrüse

Überfunktion, Unterfunktion, „Kropf“ als Folge von Schilddrüsenerkrankungen – sie zählen bei Erwachsenen zu den häufigsten Leiden, die zunächst symptomlos verlaufen. Wenn Beschwerden auftreten, können sie vielfältig und auch Ursache anderer Erkrankungen sein. Deshalb bleiben Schilddrüsenerkrankungen oft lange unbekannt.

  • bei jedem dritten Erwachsenen besteht eine Schilddrüsenerkrankung, von der er nichts weiß
  • davon erkrankt in etwa jeder zweite über 45
  • bei jedem Vierten sind Schilddrüsenknoten nachweisbar

Adipositas

Die morbide Adipositas nimmt in den westlichen Industriestaaten immer mehr zu. Damit aber auch die Begleiterkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes (Zuckerkrankheit), Herzerkrankungen, Gallensteine, Krebserkrankungen (Brust- und Dickdarmkrebs), sowie Erkrankungen des Bewegungsapparates.

Gradmesser für die Schwere der Adipositas ist der BMI (Body Mass Index). Übergewicht beginnt mit einem BMI von 25 kg/m2, Adipositas mit einem BMI von 30 kg/m2 und morbide Adipositas mit einem BMI von 40 kg/m2.

  • BMI = Gewicht in kg / Größe (m) x Größe (m)

Durch Diäten und verhaltenstherapeutische Maßnahmen, sowie durch medikamentöse Unterstützung kann in den meisten Fällen kein anhaltender Erfolg erzielt werden. Lediglich 3% der Patienten können einen BMI von unter 30 kg/m2 halten.

Daher kommen chirurgische Gegenmaßnahmen immer häufiger zum Einsatz, wobei verschiedene chirurgische Therapien zum Einsatz kommen. Im ersten Jahr nach der Operation kann eine 50% Reduktion des Übergewichts erzielt werden.

 

Hautoperationen

In den letzten Jahrzehnten ist weltweit eine stetig zunehmende Zahl von Melanomfällen (bösartiges Muttermal) zu beobachten. Das bösartige Melanom ist der Hauttumor mit der höchsten Steigerungsrate. Es tritt in allen Alterstufen an, wobei es vor dem 15. Lebensjahr ein seltenes Ereignis ist. Das durchschnittliche Manifestationsalter liegt bei 40 bis 55 Jahren.

Hauptursache stellt das UV Licht dar (Sonnenstrahlung).

Krampfadern

Krampfadern gehören zu den häufigsten Erkrankungen der westlichen Zivilisation. Jeder Dritte leidet an den verschiedenen Stufen der Varizenerkrankung, Frauen sind deutlich benachteiligt.

Die Veranlagung von Venenerkrankungen ist meist erblich bedingt und beruht vor allem auf einer Bindegewebsschwäche. Leidet ein Elternteil unter Krampfadern, ist das Risiko groß, ebenfalls daran zu erkranken.

Vorsorgeuntersuchungen und regelmäßige Kontrollen für „Risikopersonen“ sind absolut notwendig. Geschwollene Beine, bräunliche Hautveränderungen und beginnende, sichtbare Krampfadern sind ein Alarmsignal, bei dem der Arzt aufgesucht werden sollte.

Vor den entsprechenden therapeutischen Schritten (Verödung, Lasern, teilweises und komplettes Stripping, Kompressionstherapien) ist die genaue Abklärung von entscheidender Bedeutung. Durch eine farbkodierte Ultraschalluntersuchung können einerseits die Stadien der Erkrankung festgelegt, aber auch Ausschlusskriterien zu einer Operation (zum Beispiel eine tiefe Beinvenenthrombose) erkannt werden.

Die meisten operativen Eingriffe können ambulant durchgeführt werden.Karl Mrak